Der Start unserer Reise

By 3. August 2019 Kanada, Länder

Es geht endlich los – der lang erwartete 2. Juli ist da.

Seit Wochen haben wir täglich den Countdown gecheckt und wurden immer hibbliger. Die letzten Tage vor unserer Abreise standen ganz im Zeichen des Eidgenössischen Turnfests, der Geburtstags/Abschiedsparty von Ali, dem Zusammentragen der verschiedenen fehlenden Sachen für unsere Packliste und dem Abschied-Nehmen von unseren Freunden und der Familie

Ich habe das ganze Verabschieden so lange wie möglich hinaus geschoben. Das ist der EINE grosse negative Punkt an unserer Reise. Trotz unserem Fernweh lieben wir unser bisheriges Leben und vor allem all die lieben Personen und unsere Freunde und Familien die dieses ausmachen. Ich hasse Abschiede, trotzdem habe ich unseren Tag der offenen Tür zwei Tage vor unserer Abreise sehr genossen. So konnten wir alle nochmals in die Arme schliessen.

Wir starten

Der 2. Juli ist da. Frühmorgens um 4.15 Uhr klingelt der Wecker. Nach einer nervösen Nacht in der Ali kaum geschlafen hat und ich untypischerweise ziemlich ruhig geblieben bin, wecken wir die Kinder und packen unsere Sachen zusammen. Jetzt bin ich nervös. In der letzten halben Stunden fallen mir dann doch noch ganz viele Dinge ein, die es zu erledigen gegeben hätte und ich erkenne, dass ich das ein oder andere doch vergessen habe. Zum Glück habe ich eine so unterstützende und liebe Familie und vor allem ältere Schwester (danke Fränzi <3 ) der ich dann einige Whatsapp schreiben darf mit den vergessenen Sachen. Mein Vater fährt uns nun nach Zürich zum Flughafen und schweren Herzens verabschieden wir uns auch von ihm. Da wir direkt neben meinen Eltern wohnen, ist auch die Bindung zwischen unseren Kindern und den Grosseltern gross und der Abschied besonders schwer. Meine Mutter kommt mit meiner jüngsten Schwester noch vor die Sicherheitskontrolle und auch da ist der Trennungsschmerz gross.

 

 

 

 

 

Wir heben ab

Nach dem letzten Abschied steuern wir nun die Passkontrolle an. Das erste Mal alles auspacken, in Reihe stehen, durch die Detektoren gehen und bemerken, dass wir die Trinkflasche mit dem gefüllten Wasser doch vergessen haben auszukippen von Grace. Aber auch das ist schnell geregelt. Wir erreichen unser Gate und sitzen in unserem ersten Flug nach Frankfurt. Die Kinder sind aufgeregt und freuen sich. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich müde 🙂 . Kaum gestartet landen wir wieder in Frankfurt, alle Kinder finden das Fliegen toll und spannend. Nun müssen wir drei Stunden warten auf den Direktflug nach Vancouver. Aber auch diese Zeit vergeht und wir sitzen nun im Flieger zu unserem ersten Land der Weltreise. 10 Stunden liegen vor uns und viele Kilometer Flugstrecke. Kayne schläft direkt ein nach dem Start, Grace die neben mir sitzt ist jedoch gar nicht müde und wünscht alle 10 Minuten einen anderen Film. Toll wenn man einen eigenen Fernseher hat. Auch das Essen testet Grace natürlich gerne und freut sich, dass sie auch noch ein Spielzeug kriegt. Ich bin selbst noch nie so lange geflogen und finde den Flug ziemlich zäh und habe das Gefühl es zieht sich wie Kaugummi…. irgendwann weiss ich auch nicht mehr wie ich sitzen soll, der Hintern schmerzt und das Flugzeug-Gedröhne geht mir tierisch auf die Nerven. Die Kinder lenken mich zum Glück ab und die Aussicht aus dem Fenster. Ich entdecke unter uns Grönland was einfach nur wunderschön und faszinierend aussieht.

 

 

 

 

 

 

Wir kommen an

Dann endlich der Landeanflug in Vancouver.  Man hat das Gefühl direkt im Meer zu landen und doch kommt glücklicherweise gefühlt im letzten Augenblick die Landebahn in Sicht. Übringens fanden ausser mir die Fliegerei wohl alle toll. Nur Kayne hatte am Schluss auch keine Lust mehr. Der Flughafen selbst ist überschaubar und dank der netten Hilfe einer Flughafenangestellten sind wir auch schnell durch die Passkontrolle gekommen. Ali hat sich dann erstmal einen “kleinen” Kaffee geholt (der war Medium und sicher fast 5dl) und wir haben uns ein Taxi gesucht. Was uns direkt auffällt ist die grosse Hilfsbereitschaft und die freundliche Art der Leute. Wir müssen uns auf zwei Taxis aufteilen und eine kurze Fahrt von 20 Minuten später sind wir in unserem ersten airbnb angekommen. Ein komisches Gefühl wenn man dann vor dem Haus steht, welches man vor über einem Jahr ausgesucht und gebucht hat. Irgendwie realisiert man nur schrittweise, dass wir nun so lange unterwegs sein werden. Auf der Fahrt im Taxi sind dann alle eingeschlafen. Dank Zeitverschiebung von 9 Stunden kamen wir zeitlich nur 1 Stunde nach unserem Abflug in der Schweiz in Vancouver wieder an. Von der Umgebung nehmen wir nicht all zu viel wahr, wir sind einfach zu müde 🙂 Es sieht nach viel Wald aus, Flughafen und Innenstadt halt, und vor allem vielen Pick-ups, Rams und Jeeps überall 🙂

 

 

 

 

 

 

Wir ziehen ein

Das Airbnb sah auf den Bildern übrigens deutlich besser aus als es in der Realität ist. Wir reissen also erstmal alle Fenster auf, deponieren das Gepäck und gehen ziemlich übermüdet einkaufen. Wir suchen auf google maps den nächsten Supermarkt und holen das Nötigste für das Abendessen und das Frühstück am nächsten Tag. Ich bin froh mein Tragetuch dabei zu haben, Kayne schläft innerhalb von Sekunden ein. In unserem neuen Zuhause angekommen, essen wir kurz was und dann gehen alle ins Bett. Keiner hat mehr grosse Energie und die Kinder schlafen teilweise ein bevor ihr Kopf das Kissen berührt hat.

Ich räume noch kurz ein paar Sachen aus und stelle fest, dass die Pack Cubes eine super Investition waren. Genauso wie die Rucksäcke vom Globetrotter Wamo in Schaffhausen. Super einfaches Ausräumen, tolle Übersicht im Gepäck und auch beim Einchecken absolut kein Problem. Ali ist bereits auf dem Sofa eingeschlafen und nach einem Blick auf die Uhr, 19.00 Uhr, gehen wir trotzdem ins Bett. Das erste Bett der vielen die noch kommen werden. Es ist wohl ziemlich bequem, wir sind dann mal weg.

Christina

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