Ferien mit Kindern – Reality Check

Wer kennt es nicht als Eltern, endlich sind die lang ersehnten Ferien da, man freut sich auf Entspannung, Sand, Strand, Berge oder was auch immer, aber vor allem auf eins: Viel Harmonie und eine gute Zeit. Soweit die Vorstellung…. 🙂 nun zum Reality Check:

Es fängt schon frühmorgens an. Während die eher jüngeren Kinder bereits mit der Luftmatratze unter dem Arm in der Tür stehen, schliesslich sind ja Ferien, möchten die älteren eher ausschlafen, denn: schliesslich sind ja Ferien. Das alles natürlich erst wenn man die ganze Packerei (und ihr alle, die jeweils das Gepäck zusammensammelt und Tetris spielt beim Auto beladen, wisst wovon ich spreche) und die Fahrt zum Zielort überlebt hat und auch der erste Streit wer neben wem im Auto sitzen will oder eben nicht.

So zieht sich das wie zäher Kaumgummi, der nicht wirklich gut schmeckt, durch den Tag. Einer will ins Wasser, der andere findet es echt NASS! Der eine will einfach nur seine Ruhe und lieber fernsehen “so ein Mist, warum ist hier alles auf spanisch??!!!” während die andere sich freut mit dem Bruder endlich was spielen zu können. Wobei hier Spielen eher ausgefeilter Kriegstaktik gleich zusetzen ist. Eine hat bereits Hunger (wer könnte das wohl sein? lies hier)  kaum hat man das Frühstücksgeschirr weggeräumt und lässt auch am Strand nicht locker. Und der Kleinste kippt dann eine Schaufel Sand über die soeben ausgegrabenen Trauben, welche nun nicht mehr wirklich essbar sind, was zu einem lauten Klageschrei HUUUUUUNGER, einmal bis ans Ende der Strandpassage, der eben genannten hungerleidenden Tochter, führt….

Ja, genau, so stellt man sich das doch vor, Ferien pur 🙂 Totale Erholung, Strand, Sonne, Ruhe 😉 Mit Kindern gestaltet sich das doch etwas anders. Die Kunst besteht darin, dass alle 7 Personen sich in etwa im Takt bewegen. Wie das Meer, bei dem die Wellen in einem Fluss kommen und gehen und auch Ebbe oder eben Flut herrschen. Nach zwei bis drei Tagen ist hier der Rythmus gefunden und jede Welle lässt die andere leben (meistens). Geschwister sind an und für sich ein Geschenk. Und die lieben sich auch alle, grundsätzlich. Schliesslich kann ja keiner ohne den anderen und will das auch gar nicht. Trotzdem sind da verschiedene Interessen, Bedürfnisse und auch Vorlieben die dann wenigstens halbwegs einen gemeinsamen Nenner finden müssen. Das gute bei so vielen Geschwister ist, dass man immer auswählen kann. Suche ich einen guten Gegner für ein Schachspiel, frage ich Sean. Will ich die schönste Muschel am Strand finden, dann hilft mir Ryan bestimmt. Mag ich eine Sandburg bauen ist Papa der Sandburg-Architekt schlechthin. Man hilft sich, man schützt zusammen die soeben gebaute Sandburg vor der aufkommenden Flut und freut sich gemeinsam, dass man heute gegen die Wellen gesiegt hat.

Und für die ersten zwei bis drei Tage? Tja, da kann ich nur empfehlen den Wein oder das Bier vor Ort ausgiebig zu testen und Ohropax zu benutzen 😉

 

Christina

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